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Unsere Praxis eröffnet am 12.10.2026

Vor der Eröffnung ist die Praxis Pneumologie

am Schlossberg telefonisch noch nicht erreichbar.

Weitere Informationen werden rechtzeitig

vor dem Praxisstart veröffentlicht.

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Pneumologie am Schlossberg
ab dem
12.10.2026 am Standort


Saarbrückerstraße
66424 Homburg

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Sprechzeiten

Unsere Praxis eröffnet am 12.10.2026

 

Die regulären Sprechzeiten werden rechtzeitig vor der Eröffnung an dieser Stelle veröffentlicht.
 

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Montag             08.00- 12:00 Uhr und 13:30 -16:00 Uhr Dienstag           08:00 - 12:00 Uhr Mittwoch          08:00 - 12:00 Uhr Donnerstag     08:00 - 12:00 Uhr                             NACHMITTAG NACH VEREINBARUNG ​ Freitag               08:00 - 12:00 Uhr                             UND NACH VEREINBARUNG

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Sarkoidose – Entzündliche Erkrankung mit Granulombildung

 

Die Sarkoidose ist eine entzündliche Erkrankung, bei der sich im Körper kleine entzündliche Zellansammlungen bilden, sogenannte Granulome. Diese können verschiedene Organe betreffen, am häufigsten jedoch Lunge und Lymphknoten im Brustraum.

Die Ursache der Sarkoidose ist nicht vollständig geklärt. Die Erkrankung kann sehr unterschiedlich verlaufen: Bei manchen Betroffenen heilt sie spontan aus, bei anderen entwickelt sich ein chronischer Verlauf, der eine Behandlung erforderlich macht.

 

 

 

Was ist Sarkoidose?

 

Die Sarkoidose ist eine systemische entzündliche Erkrankung, bei der sich Granulome im Gewebe bilden. Diese Granulome bestehen aus Ansammlungen von Immunzellen, die als Reaktion auf einen noch nicht vollständig bekannten Auslöser entstehen.

 

 

Die Erkrankung kann verschiedene Organe betreffen, insbesondere:

  • Lunge

  • Lymphknoten

  • Haut

  • Augen

  • Leber

  • Herz

  • Nervensystem

 

In etwa 90 % der Fälle ist die Lunge beteiligt.

 

Ursachen und Risikofaktoren

 

Die genaue Ursache der Sarkoidose ist bisher nicht eindeutig bekannt. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen.

 

Mögliche Einflussfaktoren sind:

  • genetische Veranlagung

  • überaktive Immunreaktion

  • Umweltfaktoren oder inhalierte Stoffe

  • bestimmte Infektionserreger als mögliche Trigger

 

Vermutlich reagiert das Immunsystem bei bestimmten Menschen überempfindlich auf einen bislang nicht eindeutig identifizierten Auslöser.

 

Typische Symptome

 

Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein und hängen davon ab, welche Organe betroffen sind.

 

Häufige Symptome

 

  • anhaltender trockener Husten

  • Luftnot bei Belastung

  • Müdigkeit und Erschöpfung

  • Fieber

  • Gewichtsverlust

Weitere mögliche Symptome

 

  • geschwollene Lymphknoten

  • Hautveränderungen (z. B. Erythema nodosum)

  • Augenentzündungen

  • Gelenkschmerzen

 

In manchen Fällen wird die Sarkoidose zufällig bei einer Röntgenuntersuchung der Lunge entdeckt, ohne dass Beschwerden bestehen.

Formen der Sarkoidose

 

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Verlaufsformen.

 

Akute Sarkoidose

 

Eine bekannte Form ist das Löfgren-Syndrom. Typische Merkmale sind:

  • plötzlich auftretendes Fieber

  • schmerzhafte Gelenkentzündungen

  • Hautveränderungen (Erythema nodosum)

  • vergrößerte Lymphknoten im Brustraum

 

Diese Form hat häufig eine gute Prognose und heilt oft spontan aus.

 

Chronische Sarkoidose

 

Bei der chronischen Form entwickeln sich die Beschwerden langsamer und können über Jahre bestehen bleiben. In manchen Fällen kann es zu dauerhaften Veränderungen des Lungengewebes kommen.

 

Diagnostik

 

Die Diagnose der Sarkoidose basiert auf mehreren Untersuchungen.

 

Bildgebung

 

Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Typischer Nachweis von vergrößerten Lymphknoten im Bereich des Lungenhilus.

Computertomographie (CT)

Genauere Darstellung der Veränderungen im Lungengewebe.

 

Lungenfunktion

 

Untersuchung der Atemleistung zur Beurteilung einer möglichen Einschränkung.

 

Bronchoskopie

 

Gewinnung von Gewebeproben aus Lunge oder Lymphknoten zur histologischen Untersuchung.

 

Blutuntersuchungen

 

Bestimmung von Entzündungswerten und anderen Laborparametern.

Die Diagnose wird häufig durch den Nachweis typischer Granulome im Gewebe bestätigt.

 

Therapie

 

Nicht jede Sarkoidose muss sofort behandelt werden. Wenn keine relevanten Beschwerden oder Organfunktionsstörungen vorliegen, kann zunächst eine Beobachtung des Verlaufs erfolgen.

 

Medikamentöse Therapie

 

Wenn eine Behandlung notwendig ist, kommen häufig folgende Medikamente zum Einsatz:

Kortikosteroide (Kortison)
Sie sind die wichtigste Therapie bei aktiver Sarkoidose.

Immunsuppressiva
z. B. Methotrexat oder Azathioprin bei schwereren oder chronischen Verläufen.

Die Behandlung richtet sich nach:

  • betroffenen Organen

  • Schwere der Erkrankung

  • Verlauf über die Zeit

Verlauf und Prognose

 

Der Verlauf der Sarkoidose ist sehr unterschiedlich.

Mögliche Verläufe:

  • spontane Heilung innerhalb von ein bis zwei Jahren

  • stabiler chronischer Verlauf mit milden Beschwerden

  • selten fortschreitende Lungenerkrankung

 

Die Prognose ist insgesamt häufig gut, insbesondere bei der akuten Form.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

 

Eine medizinische Abklärung ist sinnvoll bei:

  • anhaltendem trockenen Husten

  • Luftnot ohne erkennbare Ursache

  • ungeklärtem Fieber

  • anhaltender Müdigkeit

  • auffälligen Veränderungen im Röntgenbild der Lunge

 

Eine frühzeitige Diagnose hilft, mögliche Organbeteiligungen zu erkennen und gegebenenfalls eine Therapie einzuleiten.

Häufige Fragen zur Sarkoidose

 

Ist Sarkoidose ansteckend?
Nein. Sarkoidose ist keine Infektionskrankheit und kann nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Kann Sarkoidose von selbst verschwinden?
Ja. In vielen Fällen heilt die Erkrankung spontan ohne dauerhafte Schäden aus.

Ist Sarkoidose eine Autoimmunerkrankung?
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Es handelt sich jedoch um eine Fehlregulation des Immunsystems.

Kann Sarkoidose nur die Lunge betreffen?
Nein. Obwohl die Lunge am häufigsten betroffen ist, können auch andere Organe beteiligt sein.

Wenn anhaltender Husten, Luftnot oder unklare Beschwerden bestehen oder Veränderungen im Röntgenbild festgestellt wurden, kann eine pneumologische Untersuchung helfen, eine mögliche Sarkoidose frühzeitig zu erkennen und den Verlauf zu beurteilen.

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