
PNEUMOLOGIE
AM SCHLOSSBERG
S. Henschke I K. Eltges
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Unsere Praxis eröffnet am 12.10.2026
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am Schlossberg telefonisch noch nicht erreichbar.
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vor dem Praxisstart veröffentlicht.


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Pneumologie am Schlossberg
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Saarbrückerstraße
66424 Homburg
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Sarkoidose – Entzündliche Erkrankung mit Granulombildung
Die Sarkoidose ist eine entzündliche Erkrankung, bei der sich im Körper kleine entzündliche Zellansammlungen bilden, sogenannte Granulome. Diese können verschiedene Organe betreffen, am häufigsten jedoch Lunge und Lymphknoten im Brustraum.
Die Ursache der Sarkoidose ist nicht vollständig geklärt. Die Erkrankung kann sehr unterschiedlich verlaufen: Bei manchen Betroffenen heilt sie spontan aus, bei anderen entwickelt sich ein chronischer Verlauf, der eine Behandlung erforderlich macht.
Was ist Sarkoidose?
Die Sarkoidose ist eine systemische entzündliche Erkrankung, bei der sich Granulome im Gewebe bilden. Diese Granulome bestehen aus Ansammlungen von Immunzellen, die als Reaktion auf einen noch nicht vollständig bekannten Auslöser entstehen.
Die Erkrankung kann verschiedene Organe betreffen, insbesondere:
-
Lunge
-
Lymphknoten
-
Haut
-
Augen
-
Leber
-
Herz
-
Nervensystem
In etwa 90 % der Fälle ist die Lunge beteiligt.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genaue Ursache der Sarkoidose ist bisher nicht eindeutig bekannt. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen.
Mögliche Einflussfaktoren sind:
-
genetische Veranlagung
-
überaktive Immunreaktion
-
Umweltfaktoren oder inhalierte Stoffe
-
bestimmte Infektionserreger als mögliche Trigger
Vermutlich reagiert das Immunsystem bei bestimmten Menschen überempfindlich auf einen bislang nicht eindeutig identifizierten Auslöser.
Typische Symptome
Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein und hängen davon ab, welche Organe betroffen sind.
Häufige Symptome
-
anhaltender trockener Husten
-
Luftnot bei Belastung
-
Müdigkeit und Erschöpfung
-
Fieber
-
Gewichtsverlust
Weitere mögliche Symptome
-
geschwollene Lymphknoten
-
Hautveränderungen (z. B. Erythema nodosum)
-
Augenentzündungen
-
Gelenkschmerzen
In manchen Fällen wird die Sarkoidose zufällig bei einer Röntgenuntersuchung der Lunge entdeckt, ohne dass Beschwerden bestehen.
Formen der Sarkoidose
Man unterscheidet grundsätzlich zwei Verlaufsformen.
Akute Sarkoidose
Eine bekannte Form ist das Löfgren-Syndrom. Typische Merkmale sind:
-
plötzlich auftretendes Fieber
-
schmerzhafte Gelenkentzündungen
-
Hautveränderungen (Erythema nodosum)
-
vergrößerte Lymphknoten im Brustraum
Diese Form hat häufig eine gute Prognose und heilt oft spontan aus.
Chronische Sarkoidose
Bei der chronischen Form entwickeln sich die Beschwerden langsamer und können über Jahre bestehen bleiben. In manchen Fällen kann es zu dauerhaften Veränderungen des Lungengewebes kommen.
Diagnostik
Die Diagnose der Sarkoidose basiert auf mehreren Untersuchungen.
Bildgebung
Röntgenaufnahme des Brustkorbs
Typischer Nachweis von vergrößerten Lymphknoten im Bereich des Lungenhilus.
Computertomographie (CT)
Genauere Darstellung der Veränderungen im Lungengewebe.
Lungenfunktion
Untersuchung der Atemleistung zur Beurteilung einer möglichen Einschränkung.
Bronchoskopie
Gewinnung von Gewebeproben aus Lunge oder Lymphknoten zur histologischen Untersuchung.
Blutuntersuchungen
Bestimmung von Entzündungswerten und anderen Laborparametern.
Die Diagnose wird häufig durch den Nachweis typischer Granulome im Gewebe bestätigt.
Therapie
Nicht jede Sarkoidose muss sofort behandelt werden. Wenn keine relevanten Beschwerden oder Organfunktionsstörungen vorliegen, kann zunächst eine Beobachtung des Verlaufs erfolgen.
Medikamentöse Therapie
Wenn eine Behandlung notwendig ist, kommen häufig folgende Medikamente zum Einsatz:
Kortikosteroide (Kortison)
Sie sind die wichtigste Therapie bei aktiver Sarkoidose.
Immunsuppressiva
z. B. Methotrexat oder Azathioprin bei schwereren oder chronischen Verläufen.
Die Behandlung richtet sich nach:
-
betroffenen Organen
-
Schwere der Erkrankung
-
Verlauf über die Zeit
Verlauf und Prognose
Der Verlauf der Sarkoidose ist sehr unterschiedlich.
Mögliche Verläufe:
-
spontane Heilung innerhalb von ein bis zwei Jahren
-
stabiler chronischer Verlauf mit milden Beschwerden
-
selten fortschreitende Lungenerkrankung
Die Prognose ist insgesamt häufig gut, insbesondere bei der akuten Form.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Eine medizinische Abklärung ist sinnvoll bei:
-
anhaltendem trockenen Husten
-
Luftnot ohne erkennbare Ursache
-
ungeklärtem Fieber
-
anhaltender Müdigkeit
-
auffälligen Veränderungen im Röntgenbild der Lunge
Eine frühzeitige Diagnose hilft, mögliche Organbeteiligungen zu erkennen und gegebenenfalls eine Therapie einzuleiten.
Häufige Fragen zur Sarkoidose
Ist Sarkoidose ansteckend?
Nein. Sarkoidose ist keine Infektionskrankheit und kann nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden.
Kann Sarkoidose von selbst verschwinden?
Ja. In vielen Fällen heilt die Erkrankung spontan ohne dauerhafte Schäden aus.
Ist Sarkoidose eine Autoimmunerkrankung?
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Es handelt sich jedoch um eine Fehlregulation des Immunsystems.
Kann Sarkoidose nur die Lunge betreffen?
Nein. Obwohl die Lunge am häufigsten betroffen ist, können auch andere Organe beteiligt sein.
Wenn anhaltender Husten, Luftnot oder unklare Beschwerden bestehen oder Veränderungen im Röntgenbild festgestellt wurden, kann eine pneumologische Untersuchung helfen, eine mögliche Sarkoidose frühzeitig zu erkennen und den Verlauf zu beurteilen.
